Das Verschwinden der Mädchen (2017)

07.12.2017

Der Rauch tanzt in der Luft, schwebt mit der Gelassenheit, derer nur Totes fähig ist, zur spinnwebenverhangenen Decke. Um die muss ich mich erst kümmern. Genauso wie um den schwarzen Fleck in der Küchenecke, der sich in dem bröckelnden Verputz der ehemals weißen Wand festgesetzt hat wie ein bösartiger Tumor, offenbar wild entschlossen, dem Gebäude ein ungemütliches Ende zu bereiten. Wahrscheinlich ist der Fleck so harmlos wie die Spinnweben, aber er sieht nicht so aus, und Geduld habe ich langfristig für beides nicht. Aber vorerst ist mir beides egal. Vorerst will ich auf meiner alten Couch sitzen, die ich nach dem aufwendigen Transport lieblos in der Mitte meines neuen Wohnzimmers platziert habe, meine Zigarette rauchen, den Qualm bei seinem Tanz beobachten und feiern, dass mir das in dieser Wohnung endlich möglich ist. In meiner Wohnung.

Ein süßlich duftender Wind zieht durch das offene Fenster herein und erzählt von einem eingetroffenen Frühling. Im Innenhof meines neuen Wohnblocks scheint er schon vor einer Weile angekommen zu sein. Wellen schwingen sich im Wind durch das saftige Gras, wie ich es in den letzten Jahren nur in Filmen gesehen habe. Im blütenreichen Gebüsch tummeln sich Bienen. Wenn ich mich ein wenig nach vorne lehne und aufwärts blicke, sehe ich einen klaren Himmel. Die Krone der alten Eiche glänzt in bestechendstem Grün und ein Spatz starrt mich von einem ihrer Äste herausfordernd an, als verlangte er von mir eine Antwort auf eine schwierige Frage.

Der Gedanke, dass ich die Wohnung beinahe nicht genommen hätte, erscheint mir plötzlich völlig abwegig, als hätte ihn jemand anderes gedacht. In gewisser Hinsicht war das ja auch so. Es ist meine Mutter gewesen, die versucht hat, mir den Einzug auszureden. "Du kannst doch nicht in einer Gegend wohnen, wo so schlimme Dinge passieren", hat sie mit Nachdruck und Entsetzen zu erklären versucht. "All diese Mädchen!" Dass ich anders als die entführten Mädchen fast dreißig bin, lang aus der Pubertät draußen statt gerade an ihrer Schwelle, und den Perversen, der die Mädchen geholt hat, daher wahrscheinlich nicht im Geringsten interessiere, ist mir glücklicherweise eingefallen, bevor ich mir die eindringlichen Worte meiner Mutter zu Herzen nehmen konnte. Sie hat diese Erkenntnis selbstverständlich nicht beruhigt. Aber um sie geht es ja auch nicht.

Es geht um niemanden außer mich. Endlich.

Eine Tür auf der gegenüberliegenden Seite des Innenhofs öffnet sich, und heraus tritt eine meiner neuen Nachbarinnen. Ich glaube nicht, dass sie mich sehen wird - aus einem faltigen Gesicht heraus schaut sie konzentriert auf den Boden, während sie ihren Müllsack zur Müllsammelstelle zerrt. Ich verharre also in meiner Position, Erdgeschoss hin oder her, und sehe ihr zu. Als sie aufblickt, ihr Stirnrunzeln sich im herzlichen Lächeln ein wenig lockert und sie die freie Hand hebt, um mir zu winken, bin ich kurz zu überrascht, um zu reagieren. Dann winke ich zurück, hoffend, dass wir es dabei belassen können. Wir können: Sie stellt den Müll ab und kehrt zu ihrer Tür zurück.

Eine äußerst gelungene erste Begegnung.

*

Die erste Nacht in einer neuen Wohnung ist immer etwas komisch, aber diesmal hat sie sich selbst übertroffen. Ich hätte ja gehofft, dass ich schlafen würde wie ein Baby in der Sekunde, in der mein Kopf das Polster berührt, als Resultat des anstrengenden Umzugs und der anderen Stressfaktoren, die über mein bisher so ruhiges, simples Leben hereingebrochen sind wie die Griechen über Troja oder ein Hagelsturm über eine endende Welt. Aber aller Müdigkeit zum Trotz war ich rastlos wie ein Kind im Zuckerschock, als ich endlich alle Lichter abgedreht und mich hingelegt habe. Und zu allem Überfluss hat wenige Minuten später dieses merkwürdige Geräusch mein Schlafzimmer erfüllt, über dessen Ursache ich meinen schlaflosen Kopf zerbrochen habe, während ich von dem für eine Person viel zu großen Bett aus an die Decke gestarrt habe, statt einfach aufzustehen und nach der Quelle zu suchen. Ein ängstlicher Mensch hätte wahrscheinlich das Licht wieder angemacht und sich schnellstmöglich aus dem Schlafzimmer entfernt, aber ich bin kein sehr ängstlicher Mensch. Dementsprechend bin ich davon ausgegangen, dass das Geräusch - die Geräusche, eigentlich, eines ein bisschen wie das Scharren von Katzenklauen an einem Kratzbaum, eines wie ein Hammer, der immer wieder vom angestrebten Nagel abrutscht, eines wie das elendige Seufzen einer Kaffeemaschine, die die letzten Tropfen ausspuckt ... dass diese Geräusche wohl von einem Tier stammen mussten, das entweder direkt vor meinem Schlafzimmerfenster oder, im schlimmsten Fall, in der Decke zwischen meiner Wohnung und der über mir lebt, davon bin ich ausgegangen und mit dem Gedanken bin ich zufrieden gewesen. Wachgehalten hat er mich trotzdem, der Soundtrack meiner ersten Nacht in der neuen Wohnung.

Also schleppe ich mich noch viel erschöpfter als am Vorabend in die Küche, um zu prüfen, ob mein neuerdings ganz auf sich allein gestelltes Selbst daran gedacht hat, Essbares für ein sonst wie geartetes Frühstück bereitzustellen. Kaum überrascht, aber deshalb nicht minder genervt, stelle ich fest, dass mein auf sich allein gestelltes Selbst noch eine Menge zu lernen hat.

Draußen ist es um einiges kälter als gestern. Ich ziehe die Jacke enger um mich, die Haube tiefer über die Ohren und stülpe den Schal über den Mund, während ich über den Innenhof zum Tor spaziere.

"Junge Dame!"

Ich wende mich nach der Stimme um - aber bevor ich die Bewegung vervollständigen kann, fahre ich erschrocken hoch, als eine Hand meinen Arm umfasst. Vermummt, wie ich bin, bin ich scheinbar an meiner Nachbarin vorbeigegangen, ohne sie zu bemerken. Die Frau, die ich am Vorabend beobachtet habe, lächelt mir entschuldigend zu.

"Verzeihen Sie, junge Frau, ich wollte Sie nicht erschrecken. Sie sind neu hier, nicht wahr? Herzlich willkommen in der Nachbarschaft."

Halbherzig erwidere ich ihr Lächeln und schüttle ihre Hand. Gleichzeitig erkläre ich ihr, dass ich es eilig habe. Mit einer wegwerfenden Handbewegung bringt meine Nachbarin zum Ausdruck, was sie von meinem Plan, Frühstück zu holen, hält.

"Nonsens! Frühstücken Sie mit meinem Mann und mir - ein Willkommensgeschenk."

Mit Damen dieses gewissen Alters, das man in ihrer Gegenwart nie als ein hohes bezeichnet, habe ich zu viel Erfahrung, um zu glauben, dass ich mich problemlos aus dieser misslichen Lage befreien kann. Wenn ich heute nicht nachgebe, wird meine Nachbarin mich in weiterer Folge bei jeder Gelegenheit zu sich einladen, binnen kürzester Zeit vor meiner Wohnungstür stehen und sich Zutritt verschaffen, um mir einen selbstgebackenen Kuchen oder dergleichen zu präsentieren. Die Frau will nicht die Saat für eine echte Freundschaft verstreuen, wie ich weiß - sie will gute Nachbarschaft. Sie will mit dem gemeinsamen Frühstück keine Basis für ein festes Ritual legen - sie will mir ihre Wohnung und ihr Leben zeigen, um mir zu verstehen zu geben, wie gut sie es hat. Wenn ich zu dieser ersten Einladung sofort ja sage, wird es wahrscheinlich keine zweite Einladung geben.

Also danke und folge ich ihr.

Ihre Wohnung sieht genauso aus, wie ich sie mir vorgestellt habe: Ein rustikaler, kleiner, ebenerdiger Unterschlupf, mehr Landhaus-Chic als Innenstadt-Glamour. Ihr Gatte, der in der Küche bereits über Kipferl und Kaffee brütet, überrascht mich schon mehr: So fröhlich und entspannt die Frau wirkt, so spürbar ist die Abneigung in dem Blick, mit dem ich von dem Mann bedacht werde, als ich mich ihm gegenüber hinsetze. Verunsichert schiele ich zu der gastfreundlicheren Partei hinüber. Ich glaube, plötzliche Zurückhaltung in ihrem Gesicht zu erkennen. Sie währt aber nur für den Bruchteil einer Sekunde, bevor die Frau uns einander vorstellt und mir Orangensaft einschenkt. Der Bruchteil einer Sekunde hat gereicht, um in mir den Eindruck zu erwecken, dass meine Nachbarin sich vor ihrem Ehemann fürchtet.

Hauptsächlich spricht sie während des Frühstücks - sie fragt mich aus wie eine Polizistin ihre Kronzeugin, aber gibt mir kaum Zeit, zu antworten. Das stört mich wenig. Wo ich arbeite (schlechtes Thema) und ob ich einen Freund habe (ganz schlechtes Thema) geht meine Nachbarschaft meiner Meinung nach noch weniger an als meine Mutter, mit der ich auch kaum über solche Dinge rede. Als das Gespräch allerdings zu meiner ersten Nacht in der neuen Wohnung wandert, mische ich mich erstmals aktiv ein, indem ich von den eigenartigen Geräuschen erzähle, die mich wachgehalten haben.

Der Mann hat zum ersten Mal etwas anderes als mürrisches Schweigen und missmutiges Starren zu bieten - zumindest gilt beides diesmal nicht mir. Er tauscht einen wissenden, verabscheuenden Blick mit seiner Frau aus.

"Das ist Herr Runt", erklärt meine Nachbarin. "Er wohnt direkt neben Ihnen." Und als ich einwende, dass die Geräusche von oberhalb gekommen zu sein scheinen: "Er hat einen Dachboden. Und einen Keller. Ich rate Ihnen, sich von ihm fernzuhalten. Er war uns von Anfang an nicht ganz geheuer, nicht wahr, Schatz?" Ihr Schatz schnauft zur Antwort in die Zeitung, hinter der er sein Gesicht nun verbirgt. "Aber eigentlich ist er harmlos, meine Liebe. Eine Nachteule eben. Und Nachbarn kann man sich nunmal nicht aussuchen."

Stimmt, denke ich mit Blick auf die Titelseite der Zeitung.

*

Herrn Runt begegne ich erst am nächsten Tag. Warum er dem Ehepaar von nebenan nicht ganz geheuer ist, verstehe ich sofort.

Ich bin im Begriff, meinen Postkasten zu checken, als ich hinter mir eine warme Präsenz spüre. Ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Etwas steht hinter mir, versprüht feuchte Wärme und atmet mir in den Nacken. Als ich mich umdrehe und in das Gesicht eines kleinen Jungen blicke, der zwei Köpfe größer ist als ich, glaube ich zuerst, ich hätte einen Albtraum. Dann begreife ich, dass der kleine Junge kein kleiner Junge ist, sondern ein erwachsener Mann, der wie ein kleiner Junge aussieht. Dick und pausbackig und mit Stupsnase und roten Wangen und einem dünnen Schopf blonder Locken auf der Stirn strahlt er aus himmelblauen Augen auf mich hinab wie ein Baby, das seiner Mutter begegnet.

"Die neue Nachbarin!", ruft er voller unverhohlener Freude und Begeisterung aus. Für einen Moment fürchte ich, er wird mich in eine Umarmung ziehen, gegen seinen breiten, süßlich duftenden Körper pressen, aber er tut nichts dergleichen. Die Arme - wabbelnde Baumstämme - bleiben schlaff neben seinem überdimensionalen Bauch hängen, der in einem weißen T-Shirt steckt. Der Druck auf dem Shirt stellt ein grellbuntes Fahrrad dar, Lenkrad, Licht und Hupe zu menschenartigen Gesichtszügen stilisiert - menschenartiger fast als das Gesicht des Menschen, der tatsächlich vor mir steht. Durch den durchgeschwitzten Stoff sehe ich äußert große, äußerst runde braune Nippel. Erst nach ein paar Sekunden wird mir bewusst, dass mein Blick an den Brustwarzen hängengeblieben ist. Als ich mich vorstelle, erkenne ich zu meiner Beruhigung, dass Herr Runt das nicht mitbekommen zu haben scheint.

Und als ich in meine Wohnung zurückkehre - ohne Post, denn wer soll mir schon schreiben? -, denke ich aus unerfindlichen Gründen an die Schlagzeile, hinter der sich mein anderer Nachbar beim gestrigen Frühstück versteckt hat:

Polizei gesteht: Kein Fortschritt im Fall der verschwundenen Mädchen.

*

In der Nacht kehren die Geräusche zurück. Scharren, Hämmern, Ächzen und - ist das eine Nähmaschine?

Ich hätte Herrn Runt darauf ansprechen sollen, als ich die Gelegenheit dazu hatte. Andererseits wird mir übel bei dem Gedanken, mit Herrn Runt mehr Zeit zu verbringen, als durch Umstände erzwungen ist.

Ich gebe das mit dem Schlafen auf, steige aus dem Bett und gehe zum Schlafzimmerfenster. Der Hof liegt fast in völligem Dunkel: Der Mond verbirgt sich heute weitestgehend hinter grauen Wolken, die den morgigen Sturm ankündigen. Das einzige Licht stammt vom Fenster gegenüber meinem. Einem Fenster des Ehepaars von nebenan. Ich schiele auf die Uhr. Zwei in der Früh. Und die Dame nennt Herrn Runt eine Nachteule.

Als besagte Dame plötzlich vor meinem Fenster erscheint, stockt mir der Atem. Ihr runzeliges Gesicht schwebt an mir vorbei, nichts als eine zentimeterdicke Glasschicht zwischen uns. Sie dreht den Kopf nicht nach mir um, was mich beruhigt. Starr wie ein Reh im Scheinwerferlicht stehe ich trotzdem da und beobachte die alte Frau im weißen Nachthemd dabei, wie sie über den Hof in ihre Wohnung zurückkehrt.

Gekommen ist sie aus der Richtung der Wohnung von Herrn Runt. Falls sie ihn aufgesucht hat, um ihn zu bitten, nicht länger die Nachtruhe der Nachbarschaft zu stören, hat sie versagt: Die Geräuschkulisse bleibt die gleiche, ungehemmt, vielleicht noch etwas lauter als vorher.

Soll ich selbst versuchen, Herrn Runt um Ruhe zu bitten? Mir schaudert bei dem Gedanken an sein großäugiges Gesicht und seine überdimensionalen Nippel, und ich zögere.

Sekunden später gehe ich über den Hof zu seiner Tür.

Und stelle fest, dass sie offensteht.

Mein Klopfen erhält keine Antwort. Der Bereich hinter der Tür ist in nahezu undurchdringliche Finsternis gehüllt. Müde, irritiert und neuerdings ein Kind der Leichtfertigkeit wage ich ein paar Schritte in das schmale Vorzimmer. Links von mir die Treppe, die wohl zum Dachboden führt. Die Geräusche kommen von dort oben.

"Du bist nicht Mama."

Die Stimme ertönt völlig unverhofft aus der Dunkelheit vor mir. Ich schreie nicht, aber nur, weil mein Körper vor Schreck einfriert. Wie gelähmt starre ich in die Schwärze, von der sich langsam eine noch schwärzere Kontur abzuheben scheint. Ich erkenne die unförmige Gestalt von Herrn Runt.

"Sie sind die neue Nachbarin", fährt das Zweimeterkind fort, schlaftrunken und verwirrt. "Werden Sie jetzt doch meine neue Schwester?" Es klingt, als würde es sich darüber freuen.

Ein plötzlicher, stechender Schmerz in meinem Hals - ich gehe vornüber zu Boden, zu verständnislos, um echte Angst zu empfinden - ich fange mich gerade noch rechtzeitig ab, bevor mein Kopf mit den Holzdielen kollidieren kann, drehe mich mit letzter Kraft auf den Rücken, und sehe die gastfreundliche Nachbarin über mir stehen. In ihrer Hand hält sie einen schmalen zylindrischen Gegenstand. Die Nadel der Spritze glänzt im kaum vorhandenen Mondlicht.

"Wenn sie so neugierig ist, muss sie das wohl werden", beantwortet die Frau Herrn Runts Frage mit tonloser, sachlicher Stimme.


Über diese Geschichte

Eine etwas kürzere Fassung von "Das Verschwinden der Mädchen" stellte meinen Beitrag zur Krimilesung des Club Poesie 2017 dar. Entstanden war die Idee für die Geschichte schon Monate früher, kurz, nachdem ich in meine erste ganz eigene Wohnung gezogen war. Von den Eltern war es zuvor direkt in eine Wohngemeinschaft mit meinem damaligen Partner gegangen, und obwohl ich seit jeher ein Faible für das Alleinsein habe, einen tiefsitzenden Wunsch nach meiner eigenen kleinen Höhle hege, war es anfangs doch etwas seltsam gewesen, plötzlich nicht nur auf meinen eigenen Beinen zu stehen, sondern unentwegt die Möglichkeit zu haben, dabei von überhaupt niemandem beobachtet und kommentiert zu werden.

Und in den Nächten, wenn es still war in der Nachbarschaft, schlichen sich dann natürlich gelegentlich Stimmen in mein geschichtenbeladenes Köpfchen, die fragten: Was, wenn ich unwissentlich doch beobachtet werde? Und diese Gedanken wurden umso lauter, wenn eine Nacht eben nicht still war, sondern erfüllt von kuriosen, undefinierbaren Geräuschen unbekannter Herkunft.

Eigentlich wollte ich den Text ausbauen, bevor ich ihn hier veröffentliche. Während sich die Geschichte im September in meinem Kopf entwickelt hat, hat sie rasant den Umfang einer Novelle, wenn nicht sogar eines Romans angenommen, und der Plan war, sie in den ersten Langtext umzuwandeln, den ich in meiner neuen, in meiner ersten eigenen Wohnung schreiben sollte. Leider - oder auch nicht "leider" - hat sich eine andere Idee mit all der Gewalt einer biologischen Notwendigkeit vorgedrängt. "Das Verschwinden der Mädchen" bleibt (vorerst) eine Kurzgeschichte.